Artikel von Timo Kiwitz NRZ-Dinslaken: 11.02.2016
Sie wollen sich mit allen Mitteln gegen den Abstieg wehren, auch wenn die Handballer des TV Jahn Hiesfeld II längst Gewissheit darüber haben, dass sie auch im nächsten Jahr in der Verbandsliga antreten können. Denn das Team nimmt dann schließlich den Startplatz der ersten Mannschaft ein, die vor der Saison aus der Oberliga zurückgezogen wurde.

Gewissheit hat der Verein mittlerweile auch darüber, wer die „Veilchen“ in der kommenden Spielzeit trainieren wird. Werner Schwarzenberg, der die „Zweite“ im Frühjahr 2015 zum Aufstieg führte, macht weiter. „Ich habe zwar durchaus ein wenig überlegt, denn der Aufwand ist schon größer als früher, aber ein Jahr werde ich nun auf jeden Fall noch weitermachen“, sagt der Jahn-Coach.
Suche nach Neuzugängen

Schwarzenberg ist optimistisch, dass es seinen Schützlingen in der zweiten Spielzeit in der Verbandsliga gelingen kann, sich endgültig zu etablieren. Zumal es mehrere Aufsteiger geben wird und sich die stärksten Teams damit verabschieden. Die Spieler des aktuellen Kaders haben ausnahmslos zugesagt, auch in der kommenden Saison zur Verfügung zu stehen, die ein oder andere Verstärkung würde der Übungsleiter trotzdem noch gerne an den Rotbach locken. Dass vor allem im Rückraum noch Alternativen fehlen, ist auch dem Trainer nicht entgangen. Die Suche nach solchen gestaltet sich aber als schwierig, denn dem Verein fehlt das nötige Kleingeld, um gestandene Akteure zu verpflichten, und „Rohdiamanten“ aus unteren Klassen, die sofort weiterhelfen können, sind auch nicht leicht zu finden.

Als Michael Heidecke im Herbst zum neuen Abteilungsleiter der Hiesfelder Handballer gewählt wurde, formulierte er vor der Versammlung den Wunsch, mit der ersten Herrenmannschaft so schnell wie möglich in die Oberliga zurückkehren zu wollen, wo sich die „Veilchen“ über ein Vierteljahrhundert aufgehalten hatten.

„Mittlerweile habe ich gemerkt, dass es im Verein auch Stimmen gibt, die das nicht so sehen. Denen ist das nicht so wichtig“, sagt Heidecke, der aber weiter dafür arbeiten will, dass die Rückkehr mittelfristig gelingt. Sein wichtigstes Vorhaben dabei: „Wir müssen wieder neue Sponsoren gewinnen.“ Der Pool von Gönnern war in den letzten Jahren fast komplett zusammengebrochen, was letztlich auch zur vollständigen Auflöung des Oberliga-Teams führte.

Hoffnung hat Heidecke aber auch mit Blick auf die Nachwuchsarbeit der Jugendspielgemeinschaft: „B-Jugend und C-Jugend spielen hochklassig in der Oberliga, und auch bei den A-Junioren sind ein paar lange Kerls dabei“, weiß der Jahn-Obmann. Ein wenig Zeit haben die „Veilchen“ ja auch noch. Nach dem Rückzug aus der Oberliga im letzten Sommer dürfte der Verein im nächsten Jahr auch noch gar nicht wieder aufsteigen.

QUELLE: NRZ

Zum NRZ Artikel