Artikel von Andreas Nohlen NRZ-Dinslaken: 17.05.2016
Wenn der TV Jahn Hiesfeld am kommenden Wochenende das Final-4-Turnier des Handball-Kreispokals ausrichtet, endet dort zumindest eine kleine Ära. Nach sechs Jahren wird Jürgen Voss sein letztes Spiel als Trainer des Damenteams bestreiten, welches es ebenfalls unter die letzten vier Mannschaften im Kreispokal geschafft hat.

„Ich hoffe, dass es noch zwei Spiele sind“, lacht Voss, der seinen Posten aus hauptsächlich zeitlichen Gründen räumt. „Wir haben mit Platz vier in der Landesliga und dem Erreichen des Pokal-Halbfinales zwar die erfolgreichste Saison unter meiner Leitung gespielt. Trotzdem täte frischer Wind dieser Mannschaft ganz gut. Auch ich könnte mich in Sachen Handball mal weiterbilden, aber dafür fehlt mir beruflich bedingt einfach die Zeit.“

Halbfinale gegen Alpen/Rheinberg
Mittlerweile hat der TV Jahn auch einen Nachfolger für Jürgen Voss gefunden. Nachdem Robert Katala für den Posten erst zu- und dann beruflich bedingt Mitte April wieder abgesagt hatte, wird nun Otto Bodor neuer Trainer der „Veilchen“-Damen. „Die Suche hat mich viel Nerven gekostet und ich bin froh, dass wir das nun geregelt haben“, erläutert Jahn-Damenwartin Sandra Lai. „Über Mundpropaganda sind wir auf ihn gestoßen. Otto Bodor bringt viel Erfahrung mit, er hat im Damenbereich bis zur Verbandsliga und im Jugendbereich zum Beispiel in Oppum mit der A-Jugend bis zur Oberliga gearbeitet.“

Der Krefelder hat sich der Mannschaft auch schon vorgestellt, wird am Wochenende aber privat bedingt nicht dabei sein. Für sein künftiges Team, das ohne die verhinderte Inga Schwengers auskommen muss, geht es am Samstag um 17 Uhr gegen den Liga-Konkurrenten und Vize-Meister HSG Alpen/Rheinberg. „Das sind gleichwertige Mannschaften. Beide haben ihre Schwächen in der Defensive“, so Jürgen Voss. Sein Team hatte bei den Linksrheinern knapp die Oberhand behalten, dafür verlor der TV Jahn das Rückspiel in eigener Halle mit einem Treffer.

Douvermannhalle als Notlösung
Apropos eigene Halle: Ob das Final-4-Turnier tatsächlich in der Halle des Gustav-Heine-Schulzentrums in Hiesfeld stattfindet, ist noch gar nicht sicher. „Wir bekommen erst am Freitag die Information von der Stadt, ob die entdeckten technischen Probleme bis dahin auch behoben sind. Im Moment ist die Halle gesperrt“, erläutert Sandra Lai. „Als Ausweichspielort haben wir die Douvermannhalle und mit dem MTV auch schon alles geklärt. Aber für uns wäre das trotzdem eine Katastrophe, da wir schon alles für die Halle in Hiesfeld organisiert haben und als Ausrichter natürlich auch gerne bei uns spielen würden.“

Das Debüt des Final-4-Modus im vergangenen Jahr in Friedrichsfeld kam bei den Teilnehmern sehr gut an und lockte auch zahlreiche Zuschauer in die Halle. Den Anfang machen am Samstag um 13 Uhr im ersten Halbfinale der Damen Landesligist Uedemer TuS gegen den eine Etage höher angesiedelten TV Issum. Es folgt um 15 Uhr die erste Herrenpartie zwischen Bezirksliga-Meister HCTV Rhede und dem Landesligisten TV Issum. Nach dem Spiel der Hiesfelder Damen um 17 Uhr gegen Alpen/Rheinberg suchen die Herren des Oberliga-Aufsteigers HSG Wesel und des Landesligisten TSV Bocholt den letzten Pokalendspiel-Teilnehmer.

Das Damenfinale am Sonntag beginnt um 15 Uhr, die Herren ermitteln ihren Kreismeister ab 17 Uhr.

QUELLE: NRZ

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